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Delphintherapie Nürnberg
Solche Vorführungen dressierter Delphine haben nichts mit der Delphintherapie in Nürnberg zu tun

Um eine Delphintherapie mit einem behinderten Familienmitglied machen zu können, muss man keine kostenintensive Reise nach Übersee unternehmen: Nürnberg bietet Delphintherapien schon seit längerem an. Im Delphinarium des Nürnberger Zoo können Menschen mit Behinderung unterschiedlichster Art eine Delphintherapie bekommen.

Schon seit jeher sind Delphine bei Kindern und Erwachsenen beliebt. Bei einer Delphintherapie werden besonders Kinder begeistert, denn die Tümmler fördern das Kommunikationswesen der Patienten.

Seit 1998 gibt es am Institut für Psychologie der Universität Würzburg das Forschungsprojekt zur Erkundung der Delphintherapie für Kinder. Unter der Leitung des Psychologen Erwin Breitenbach sollen die Delphine vor allem die Kommunikation der Delphine fördern. Im Delphinarium Nürnberg werden hauptsächlich Kinder mit körperlicher und geistiger Behinderung, dem Down-Syndrom und Autismus und Kinder die im Wachkoma liegen, im Alter von fünf bis zehn Jahren behandelt.

Die Delphintherapie in Nürnberg erfüllt zwei Zwecke. Zum einen wird Patienten geholfen, zum anderen wird erforscht, wie die Delphintherapie den Kindern mit Behinderung hilft. Festgestellt wurde bisher, dass sich bei den kleinen Patienten schon nach wenigen Tagen eine Besserung des Zustandes in Form von Aufgeschlossenheit und Selbstsicherheit einstellte. Auf was dies zurückzuführen ist kann aber noch nicht mit Bestimmtheit gesagt werden.

Bei Kindern mit Behinderung wird in vielen Fällen schon nach wenigen Tagen der Delphintherapie festgestellt, dass Kommunikation stattfindet. Durch Mimik, Gesten und sogar Worte drücken sie sich aus, was besonders deshalb einen großen Erfolg darstellt, da die meisten Kinder von Geburt an behindert sind und somit keine Kommunikation entstand. Eltern lernen, ihre Kinder genauer zu beobachten, um sie zu verstehen und entsprechend reagieren zu können.

Bei der Delphintherapie in Nürnberg gibt es kein Ambiente, das an Urlaub erinnert, aber es gibt natürlich Delphine. Die Begegnung mit den Säugetieren übt auf die kleinen Patienten eine große Faszination aus. Dies bewirkt, dass die Kinder trotz ihrer Behinderung lernen, sich auszudrücken. Mit viel Freude erleben sie die Begegnung mit den Delphinen.

Die Delphintherapie in Nürnberg dauert zehn Kalendertage an, wobei an acht Tagen die Therapie stattfindet. Im Delphinarium des Nürnberger Zoos wird die Delphintherapie von Physiotherapeuten, Psychologen und Sonderpädagogen begleitet. Neben den Therapiesitzungen haben Eltern die Möglichkeit, mit Mitarbeitern des Projektteams zu sprechen und sich unter anderem Ratschläge zu holen.

Bislang übernehmen Krankenkassen die Kosten der Delphintherapie nicht. Daher dürfte es für alle Interessierten eine gute Nachricht sein, dass für eine Therapiewoche (zehn Tage) pro Familie etwa 2.500 Euro kalkuliert werden müssen. Die Unterkunft besorgen sich die Familien jeweils selbst und müssen zusätzlich berücksichtigt werden. Vergleicht man die Kosten mit denen einer Delphintherapie in Florida, spart man sich eine ganze Menge Geld.

Zur Vereinfachung der Suche einer Unterkunft in Nürnberg hier die Adresse des Nürnberger Zoos, in dem sich das Delphinarium für die Delphintherapie befindet:

Tiergarten Nürnberg
Am Tiergarten 30
D-90480 Nürnberg
Tel.: +49-(0)911-5454-6
Fax.: +49-(0)911-5454-802
E-Mail: tiergarten@stadt.nuernberg.de

Wer eine Delphintherapie in Nürnberg durchführen möchte, sollte sich mit seinem Arzt in Verbindung setzen. Der Arzt des Vertrauens kann weiterhelfen und erklärt, was zu tun ist und was man alles benötigt, um an einer Delphintherapie in Bayern teilnehmen zu können.

Foto: Dagobert Wiedamann


Ihre Meinung





Kommentar: Dass die Krankenkassen diesen Unsinn nicht bezahlen ist doch klar. Nicht mal nach fast 13 Fahren "Forschung" kann die Uni Würzburg in Kooperation mit dem Tiergarten Nürnberg (wer zahlt wohl die Studie??)einen Erfolg dieses Hokuspokus wissenschaftlich nachweisen. es geht ums geld! Selbst über 2000€ sind noch zu viel. Jede konventionelle, dazu noch staatlich anerkannte und wissenschaftlich fundierte Therapieform erreicht mehr. Das muss den Eltern einfach klar werden.

Kommentar: Und wer therapiert die Delphine nach vielen Jahrzehnten in nicht artgerechter Haltung, gefangen in viel zu kleinen Becken, mit Gewalt von Ihren Familien getrennt, Zeuge geworden wie der Rest der Familie abgeschlachtet wurde. Es sollte sich jeder Mensch mal vorstellen wie dies für Ihn wäre...seine Familie abgeschlachtet und er selber in einen kleinen Raum gesperrt für 30 oder 40 Jahre, vollgestopft mit Antibiotika, weil er es sonst nicht überleben würde und nur was zu essen kriegen, wenn man blöde Tricks zeigt oder bereitwillig als Therapiemensch mitwirkt. Mir ist schon kalr das der KOmmentar nicht veröffentlich wird, aber zumindest konnte ich meinem Unmut Luft tun...

Kommentar: Behinderte Kinder und ihre Familien werden hier für eine Werbe-Kampagne benutzt. Selbst Experten sind der Meinung, dass bei den Eltern falsche Hoffnungen auf Heilung geweckt werden„Trotz intensiver Forschungsarbeiten gibt es nach wie vor keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass eine Delfin-Therapie autistischen Kindern zu Förderung und Heilung verhilft.Es ist eine Frage der Ethik, ob wir Menschen diese Tiere ihrer Freiheit berauben dürfen, um sie für fragwürdige Zwecke auszunutzen. Die Therapeuten, welche die Kinder betreuten, stellten keine Veränderungen fest.Diese von der Delfinariums-Industrie angebotene Therapieform ist eine der letzten Rechtfertigungsversuche für die Betreiber, um das Delfinarium nicht schließen zu müssen!

Kommentar: Liebe Leser, wir freuen uns über Beiträge und Kommentare zum Thema "Delphintherapie Nürnberg". Gern veröffentlichen wir selbstverständlich auch Kritik zum Artikel. Unser Anliegen ist nicht die Therapie im Delphinarium zu bewerben. Wir bemühen uns um eine neutrale Darstellung und freuen uns daher auch über kritische Meinungen. Die stellen wir natürlich auch online, solange der Sprachgebrauch veröffentlichungsfähig ist.

Kommentar: Sehr geehrte Damen und Herren, der Hintergrund meiner Anfrage ist, dass ich seit Jahren mit den Meeresschutzorganisationen Wal- und delfinschutz-Forum (WDSF/ www.wdsf.de) und ProWal (www.walschutzaktionen.de) über diese sogenannte Delfintherapie aufkläre. Hier einige kritische, aber wichtige Hintergrundinformationen zur DAT: Dazu muss man wissen, dass von den Delfinbegegnungen immer auch eine potentielle Gefahr ausgeht, von Tier zu Mensch und umgekehrt. Einige Rammstöße gegen Patienten sind dokumentiert, es kam zu Rippenbrüchen und inneren Verletzungen. Darüberhinaus kann es zur Übertragung von Infektionen durch den Kontakt Mensch-Tier kommen. Kein DAT-Anbieter (Dolphin assisted therapy) weist betroffene Eltern darauf hin. Delfine sind und bleiben Wildtiere und sind nicht domestizierbar, auch wenn einige bereits Nachzuchten sind. Die Universität Würzburg, auf die sich der Artikel bezieht, arbeitet seit fast 13 Jahren (das Projekt läuft 2011 aus) in Kooperation mit dem Delfinarium Nürnberg an einem wissenschaftlichen Beleg des Erfolges einer Delfintherapie. Die erruierten Ergebnisse sind mehr als fragwürdig (siehe auch meine Links oben). Auch die GKV's lehnen sie weiter ab. Ich bin nicht grundsätzlich gegen tiergestützte Therapien, solange sie mit domestizierten Haustieren wie Hunden, Kaninchen, Pferden oder Katzen durchgeführt werden. Das Ergebnis ist dasselbe, kostet die Patienten kaum etwas und ist vor allem im Wohnumwelt durchführbar, was für viele kleine Patienten nicht unwichtig ist. Haltung und "therapeutische" Arbeit mit Delfinen ist Tierquälerei. Lassen Sie sich nicht vom ständigen "Lächeln" der Tiere blenden. Dieses suggeriert, dass es ihnen gut geht. Das Gegenteil ist der Fall, wie amerikanische Neurobiologen festgestellt haben. Die Tiere stehen unter Stress und ihr Verhalten ist nie voraussehbar. Welche Eltern würden ihre Kinder einer solchen, möglichen Gefahr - wenn sie davon wüssten - aussetzen wollen? Niemand wird den Eltern garantieren können, dass dies nicht passiert. Da ich selbst als Logopäde mit teils mehrfach behinderten Kindern arbeite, kenne ich auch die hohe Erwartungshaltung einiger Eltern an Therapien. Nichts ist in Kürze zu erreichen. In diesem therapeutischen Gebiet ist viel Geduld und fundiertes Wissen gefragt. Viele Eltern bringen diese nicht auf, erwarten "Wunder" und sind sehr empfänglich, was solch dubiose Behandlungsangebote wie Delfintherapie angeht. Die wirklichen Gewinner sind die DAT-Anbieter. Sie leben von den enormen Kosten - auch wenn Nürnberg von "preiswert" redet - der Betroffenen wobei nicht mal konsequent ein Erfolg sichtbar ist. Wichtig ist eine fundierte und seriöse Beratung der Eltern durch Fachleute, deren Beruf anerkannt ist und deren Arbeitsweise auf einer wissenschaftlichen Basis beruht. Da können Eltern eigentlich nichts falsch machen. Wenn diese erfolgt, sind die wenigsten Eltern bereit, sich auf anderen Hokuspokus einzulassen, der letztlich zu weiteren Misserfolgen und Frustrationen bei den Eltern führt. Auch diese Betrachtungsweise bitte in solchen Beiträgen mit einbeziehen. Alles hat zwei Seiten, wichtig ist aber eine neutrale Darstellung in den Medien. Der Leser hat zu entscheiden, ob er einer solchen Behandlungsmethode zustimmt oder nicht. Dieser Artikel ist einseitig. Mich würde es freuen, wenn Sie meine Kritik mit aufnehmen würden. Mit freundlichen Grüßen Norbert Kochhan, www.walschuetzer.de

Kommentar: Zur Delfintherapie in Nürnberg (sog. Breitenbach-Studie) hat sich kritisch Dr. Christian Schulze von der Ruhr-Universität-Bochum für das Wal- und Delfinschutz-Forum geäußert: http://www.wdsf.eu/wissenschaft und http://www.wdsf.eu/delfinarien/nuernberg Die Delfintherapie ist ein Mißbrauch der intelligenten Meeressäuger und der Eltern, denen immer noch viel Geld für einen Pseudoeffekt aus der Tasche gezogen wird. Jürgen Ortmüller WDSF-Geschäftsführer

Kommentar: Nach Jahren gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis der Wirksamkeit, dass eine Delfintherapie einen begründeten Vorteil gegenüber anderen Therapien bietet. Es konnten keinerlei dauerhafte Verbesserungen festgestellt werden, die nur alleine auf der Delfintherapie beruhen. Andere Therapieformen u.a. mit domestizierten Tieren erzielen ebenso Impulsgebende Wirkungen, positive Resonanzen und Erfolge und fördern ebenso die Kommunikation und Interaktion der Patienten. Diese können aber kostengünstiger als Langzeittherapie kontinuierlich sogar in der näheren Umgebung durchgeführt werden. Bei den betroffenen Eltern werden (neben enorm hohen Kosten) leider falsche Hoffnungen geweckt und Delfine werden als „Wunderheiler“ bzw. „Allroundheiler“ in Kurzzeit beworben. Letztendlich sind es aber Wildtiere, die nicht nur unter der Enge der chlorierten Becken und artwidrigen Bedingungen der Gefangenschaft schon enorm unter Stress stehen und leiden, sondern zusätzlich noch mit ständig wechselnden Personen in engen Kontakt treten müssen und deshalb auch unvorhersehbare Reaktionen zeigen können. Die Beliebtheit dieser Meeressäuger, bei Kindern sowie bei Erwachsenen, wird ganz gezielt finanziell vermarktet, denn es ist ein sehr lukratives Geschäft (nun Heilung statt Unterhaltungsimage und erfolgreiche Erschließung einer neuen Geldquelle). Da tut noch mehr Aufklärung und Information Not, auch bei denen, die eine solche Therapie den betroffenen Eltern vorschlagen oder sogar für Delfintherapien spenden, im Glauben etwas Gutes zu tun. Es gibt genügend ethisch vertretbare sowie wirksamere und kostengünstigere (Langzeit-)Alternativen.

Kommentar: Ich kann praktisch jedem Kommentar, welches hier steht, zustimmen. In einem Pool kann ein Delphin nicht ausweichen, ich bin sicher, dass in einem offenen Meeresbecken, wo sie sich entfernen können, die Delphine nicht mitmachen würden. Es stresst sie ungemein! Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass diese "Therapie" etwas nützt!!!

Kommentar: Wer sich wirklich für die Wirkweise und Effektivität der Delfintherapie interessiert und nicht immer nur die alten Vorurteile und längst widerlegten mehr oder weniger intelligenten Gegenargumente nachbeten möchte,kann sich selbst ein Bild machen und die Veröffentlichung der Nürnberger Forschungsergebnisse in internationalen Fachzeitschriften (z.B. Anthrozöos Heft 3, aus dem Jahr 2009) nachlesen. Auf Wunsche schicke ich den Orginalartikel auch gerne zu.

Kommentar: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=19299 Dr. von Fersen sagt hier selbst, dass in den letzten Jahren in Nürnberg die Zucht nicht funktioniert hat. Welcher verantwortliche Biologe will ernsthaft behaupten, dass es Delfinen in Gefangenschaft gut geht? Welcher Wissenschaftler behauptet allen Ernstes, dass Delfine "Therapeuten" sind?? Wir(beide Ärzte)haben einen autistischen Sohn und waren mit ihm 2005 zu einer Delfintherapie. Das sahen wir als eine letzte Chance an. Die kurzfristigen Erfolge waren im Alltag nach etwa 3 Monaten wieder verschwunden. Das Geld kann man sich sparen, was ist uns dort alles zugesagt worden, welche Hoffnung hat man uns gemacht ... Seit 2009 sind wir durchgehend mit ihm in einem therapeutischen Reitstall. Die Wirkungsweise ist mit einer DAT nicht zu vergleichen, da der Effekt langfristig und nachhaltig ist. Es kostet uns nur einen Bruchteil der Delfintherapie. Die begleitenden Ergotherapeuten und Logopädinnen dort sind sehr einfühlsam und weisen uns immer daraufhin, dass wir keine Wunder erhoffen dürfen. Aber unsere Sohn hat "sein" Pferd ins Herz geschlossen und kann den nächsten Besuch kaum erwarten. Es geht auch anders.

Kommentar: Sehr geehrter Herr Dr. Breitenbach, schauen Sie sich bitte diese Stellungnahme an: www.dgspj.de/media/Stellungnahme-Tiertherapie.pdf Sie sprechen von "Wirkweise und Effektivität der Delfintherapie". Von einer Anerkennung Ihrer Forschungsergebnisse auf internationaler Ebene sind Sie weit entfernt. Auch in dem von mir angegebenem Link wird Auswertungsmethode Ihrer Forschungen an der Uni Würzburg kritisiert. Dazu würde mich interessieren: Wer hat die langjährigen Forschungen finanziert? Der Tiergarten Nürnberg? Norbert Kochhan www.walschuetzer.de

Kommentar: @Nobert K. Hier müsste ich Ihnen eigentlich widersprechen. Die Delfintherapie ist zwar auch in meinen Augen absolut unmoralisch, weil es darum geht, verzweifelten Eltern das Geld aus der Tische zu ziehen. Völlig sinnlos ist es nun aber nicht. Es erfreut den Buchhalter des Tierparks und das ist wohl der Zweck dieser unwürdigen Tierquälerei. Ob hier sogar ein Straftatbestand besteht und somit ein Fall für die Staatsanwaltschaft, kann ich nicht beurteilen, da ich leider kein Jurist bin.

Kommentar: Es wurden schon alle Argumente, die gegen eine Delfintherapie sprechen, in den vorangegangenen Kommentaren genannt. Ich möchte nur eines noch hinzufügen. Prof. Nathanson, eine bekannte Größe auf dem Gebiet der Delfintherapie, hat im Jahr 2004 eine Forschungsstudie mit künstlichen Delfinen und 35 Kindern aus 7 Ländern durchgeführt. Das Ergebnis dieser Studie zeigte eindeutig, dass die Interaktion mit künstlichen Delfinen die gleichen, wenn nicht sogar größere therapeutische Vorteile bringt, als die Interaktion mit lebenden Delfinen. (http://www.dolphinhumantherapy.com/Research/published_research.htm) Die Therapie mit Delfinen dient nur einem Zweck, die Kassen der Betreiber solcher Einrichtungen zu füllen. Jeder, der nur ein wenig Verantwortungsbewusstsein hat, kann nur von einer Therapie mit Delfinen abraten und dies nicht nur aus Besorgnis um das Wohlergehen der Delfine.

Kommentar: Sehr geehrter Herr Norbert, K., selbstverständlich kenne ich die Stellungnahme der dspj. Aber die dgspj ist nicht die Instanz, die über den wissenschaftlichen Wert und damit die Anerkennung einer wissenschaftlichen Leistung oder Arbeit zu entscheiden hat. Eine solche Anerkennung oder kritische Ablehnung erfolg im Wissenschaftsbereich ausschließlich in und durch die entsprechende "scientific community"; so auch bei unserer Forschungsarbeit. Bevor die internationale Fachzeitschrift Anthrozoös unseren Artikel angenommen und veröffentlicht hat, wurde er ihn ihrem Auftrag von zwei unabhängigen und renomierten Fachleuten begutachtet. Diese Gutachter waren im Gegensatz zu vielen gern zitierten Kritikern nicht nur ausgewiesene Experten, sondern auch niemandem vertpflichtet und frei von irgendeinem Eigeninteresse. Ihre Aufgabe bestand allein darin, festzustellen, ob die Qualität der eingereichten Forschungsarbeit den gängigen Kriterien und Ansprüchen an emprischen Forschungsarbeiten entspricht. Ein Hauptaugenmerk legen die Gutachter speziell bei emprischer Forschung, wie die unsere ja eine ist, auf die verwendete Forschungsmethodik. Dies bedeutet: wenn ein Artikel in einer Fachzeitschrift, die "peer-reviewed" ist, erscheint, ist sie garantiert frei von bedeutsamen methodischen Mängeln. Wenn Sie nun tatsächlich Kritik an unserer Forschungsmethodik vorzubringen haben, so benennen Sie diese doch ganz konkret und verstecken sich nicht hinter pauschaler angeblich fachkundiger Kritik anderer.

Kommentar: Sehr geehrte Frau Germain B., zunächst eine wichtige und grundsätzliche Klarstellung: wir haben weder die Aufzucht noch die Tierhaltung im Delfinarium des Nürnberger Tiergartens evaluiert, sondern ein ganz bestimmtes delfingestütztes Therapiekonzept für schwerstbehinderte Kinder. Nun zu Ihren negativen Delfintherapieerfahrungen, mit denen Sie keineswegs alleine stehen: Unsere erste Erkenntnis bei der Erforschung der Delfintherapie war, und das können Sie in allen unseren Veröffentlichungen nachlesen, dass es die Delfintherapie als solche nicht gibt, sondern extrem unterschiedliche therapeutische Vorgehensweisen im Zuammenhang mit Delfinen. Diese reichen vom lediglichen Baden der Kinder zusammen mit Delfinen über den Einsatz des Delfins als Verstärker bei richtiger Aufgabenlösung bis hin zu unserem interaktionsorientierten Konzept für 5- bis 10jährige schwerstbehinderte Kinder mit fehlender Lautsprache. Ihre Therapieerfahrungen sind somit nicht so einfach auf andere Delfintehrapien zu übetragen und nur schlecht geeignet zu einer allgemeinen Aussage über die Wirkweise der Delfintherapie als solcher, weil es diese eben gar nicht gibt. Im übrigen gibt es sehr interessante und methodisch anspruchsvolle Forschungsarbeiten zum Heilpädagogischen Reiten mit autistischen Jugendlichen, die zu ganz ähnlichen und vergleichbaren Therapieeffekten kommen, wie wir in unserer Studie mit Delfinen.

Kommentar: Noch ein Nachtrag zum Kommentar von Herrn Norbert, K.: Unsere Studie wurde im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung erstellt und deswegen auch ausschließlich von selbigem finanziert.

Kommentar: Sicherlich sind alle Kritiken bekannt, da muss ich nicht noch meine eigene Kritik anbringen, die den meisten entspricht, u.a. auch das Fehlen des tierrechtlichen und ethischen Aspektes der Delfinhaltung. Der Mensch steht im Vordergrund, zu Lasten der Meeressäuger. Es gibt Postulate in der Fachwelt, Delfine auf Grund ihrer Intelligenz dem Menschen ethisch gleichzustellen. Das "Lächeln" der Delfine und das Kindchenschema (wie Sie es in Ihrem Buch in Anlehnung an Lorenz formulieren), sind keine Argumente, diese Tiere zu missbrauchen. Ob nun zwei unabhängige und renommierte Fachleute ausreichen, um eine Studie solchen Ausmaßes (fast 13 Jahre)als frei von methodischen Mängeln zu bezeichnen, wage ich zu bezweifeln. Viele renommierte Wissenschaftler, wie etwa Lori Marino, bezeichnen Sie Herr Dr. Breitenbach als "angeblich" fachkundig? Warum machen wohl immer mehr Delfinarien dicht? Duisburg und Nürnberg werden die nächsten sein.

Kommentar: Lieber Norbert, K, jetzt gehen Ihnen aber wirklich die Argumente aus und ihre Äußerungen werden zunehmend wirr. Was hat bitte schön die wissenschaftliche Qualität unserer Forschungsmethodik mit der Qualität der Delfinhaltung in Nürnberg oder sonstwo zu tun? Warum ist die wissenschaftliche Qualität unserer Studie schlecht, wenn Delfinarien schließen? Im übrigen sollten Sie sich wirklich besser informieren bevor Sie in der Öffentlichkeit die Arbeit anderer lauthals kritisieren. Frau Marino, L. hat bei ihrer letzten Beurteilungung der Forschungslage zur Delfintherapie unsere Studie nicht einbezogen, weil sie diese noch nicht kannte. Wir haben erst 2009 international veröffentlicht und wenn Sie den sehr interessanten Artikel von Frau Marino wirklich einmal lesen, werden Sie dies auch schnell feststellen. Noch ein Tipp: schauen Sie einfach ins Literaturverzeichnis; wir tauchen dort nicht auf. Ich fordere sie hiermit noch einmal auf, entweder fundierte fachliche Kritik zu äußeren, mit der wir uns dann auseinandersetzen können, oder sie halten sich mit unqualifizierten Bemerkungen zu wissenschaftlichen Untersuchungen künftig einfach ein bischen zurück. Diese armselige Kritik auf Stammtischniveau dient niemandem, auch Ihrem Anliegen, der Delfinhaltung, nicht. Sie dikreditieren sich damit nur selbst.

Kommentar: Anmerkung der Redaktion: Folgender Kommentar wird aufgrund seiner Länge in zwei Teilen eingestellt. Wir bitten um Verständnis! Sehr geehrter Herr Prof. Breitenbach, Ihre Nerven liegen blank, das verstehe ich sehr gut, daher lasse ich mich auch nicht durch eine „Aufforderung“ ihrerseits provozieren. Frau Marino habe ich nicht explizit genannt als Kritikerin Ihrer Studie, sondern nur in dem Zusammenhang, weil Sie von „angeblich fachkundiger Kritik“ anderer sprachen, hinter der ich mich verstecke. Und Frau Marino ist alles andere als „angeblich“ fachkundig! Meine persönliche Meinung ist mit der, anderer Kritiker konform, wie ich bereits erwähnte. Für mich ausschlaggebend für das Scheitern der Studie ist: 1) Nach fast 13 Jahren Forschung ist nach wie vor nicht der Beweis erbracht, dass die DAT solch eine Wirkung hat, dass die GKV's die Kosten künftig übernehmen (höchtens in begründeten Einzelanträgen), auch die Kosten-Nutzen-Rechnung, die in der GKV eine wichtige Grundlage ist, um Kosten zu übernehmen, wird dies verhindern. Das Ergebnis steht in keinem Verhältnis zur Dauer der Studie. Letztendlich propagieren Sie Ähnliches wie andere DAT-Anbieter, etwa Marmaris. Das ist zu mager, um zu überzeugen. 2) Auf Seite 140 Ihres Buches „Delfintherapie für Kinder mit Behinderungen“ steht im letzten Kapitel u.a.: „Diese von den Eltern wahrgenommenen ...Veränderungen.., die mindestens über ein halbes Jahr hinweg stabil blieben“. Wenn das als Ergebnis rauskommt, hat dies nichts mit Qualität, Langzeitwirkung oder stabilen Entwicklungsschritten zu tun. Eine konventionelle und vor allem deutlich preiswertere Behandlung, etwa durch Logopäden, Psychologen oder Ergotherapeuten – ohne Delfine – erreicht diese Nachhaltigkeit, auch über 6 Monate hinaus … http://www.i4.psychologie.uni-wuerzburg.de/fileadmin/06020400/_temp_/FAQs_zu_DT.pdf Hier steht: Kann man vergleichbare Effekte auch mit anderen Tieren erzielen? Bislang gibt es unseres Wissens nach keine vergleichenden Studien, die diese Frage untersuchen – sie kann daher noch nicht beantwortet werden. Auch hier irren Sie. Zumindest gibt es Studien, die auf der Ebene der Ihren liegen…

Kommentar: …Ihr Therapiekonzept besteht aus drei Bausteinen. Baustein 1 und 2 stimme ich Ihnen zu. Wird in der Regel den Eltern in jedem qualifizierten Fachgespräch nahegelegt bzw. angeboten. Baustein 3 ist überflüssig, da – wenn überhaupt - mit domestizierten Tieren gearbeitet werden sollte. 3) Die Art, wie Sie die freundlichen, menschenzugewandten Delfine beschreiben ist menschlich-emotional, entspricht aber nicht der Tatsache. Das Leid der Tiere in Gefangenschaft ist bekannt, wird aber von allen DAT-Anbietern ignoriert und zeugt von Missachtung natürlichen, tierischen Verhaltens. Diese Tiere sind antrainiert und müssen sich ihr Futter verdienen, sie machen unter diesen Bedingungen nichts freiwillig. Auch da wird mich Dr. von Fersen als angestellter Biologe des Tiergartens nicht überzeugen können. 4) Die Kosten einer Therapiewoche tragen die Teilnehmer selbst, sie belaufen sich auf rund 2.500 € pro Familie. Die Kassen zahlen nicht. Das ist immer noch ein schöner Batzen Geld für viele Eltern, die aber auf Grund ihres Leidensdruckes dies oft nur mit Hilfe von Stiftungsfonds stemmen können. Was nehmen sie dafür an Ergebnissen mit nach Hause, was andere anerkannte Therapien nicht auch mit Hilfe der Kostenübernahme durch die GKV's oder PKV's erreichen können? Das ist nicht zu akzeptieren! Zum Schluss noch zu: „Was hat bitte schön die wissenschaftliche Qualität unserer Forschungsmethodik mit der Qualität der Delfinhaltung in Nürnberg oder sonstwo zu tun? Warum ist die wissenschaftliche Qualität unserer Studie schlecht, wenn Delfinarien schließen?“ Ihre postulierte wissenschaftliche Qualität basiert nun mal u.a. auf der Arbeit mit Delfinen, jedenfalls mit Blick auf Baustein 3. Sie ist damit eng mit der tierquälerischen Haltung verbunden und soll 2011 in der Delfinlagune ihre Fortsetzung finden (so ist es jedenfalls geplant). Ihre Forschungsergebnisse beruhen auf subjektiven Aussagen der Eltern, nicht auf der nachweisbaren Wirkungsweise des Delfin“therapeuten“. Das allein disqualifiziert diese Studie. Da die wissenschaftliche Qualität bisher nicht überzeugen konnte, werden nebenbei immer mehr Delfinarien geschlossen, weil eben dieser wissenschaftliche Nachweis bisher nicht erbracht werden konnte und es daher finanziell für die sogenannten „wissenschaftlich geführten“ Zoos nicht mehr rechnet. Es kommt immer mehr zu Umdenkungsprozessen in die Gegenrichtung und das macht die Studie schlecht und ist damit die konsequente Folge. Wir werden uns nicht einigen können. Es hängen vermutlich sehr hohe Summen an dieser langen Studie, die es mit allen Mitteln zu verteidigen gilt, vor allem öffentlich. Das ist verständlich. Die Öffentlichkeit ständig mit diesem Schönreden der DAT überzeugen zu wollen, kann so nicht stehen bleiben.

Kommentar: Lieber Norbert K, Noch einige Informationen zu Ihrem Verständnis: 1. Die Dauer einer Studie sagt bekanntermaßen nichts über ihre Qualität aus. Wir haben 13 Jahre gebraucht, gerade weil wir eine bestimmte methodische Qualität erreichen wollten, nämlich eine Untersuchungspopulation mit der erforderlichen Größe (118 Familien), um bei der Auswertung der Daten bestimmte inferenzstatistische Analysen durchführen zu können. 2. Sie hatten wahrscheinlich noch nie Kontakt zu einem schwerstbehinderten Kind mit fehlender Lautsprache, sonst wüssten Sie, dass man solche Kinder nicht wie Kinder ohne Behinderung selbst befragen und mit den gängigen psychometrischen Verfahren untersuchen kann. Man ist zwangsläufig auf Fremdeinschätzung angewiesen. Das geht nicht anders und ist deshalb in der diesbezüglichen Forschung so üblich und gängige Methode. Darüber hinaus ist ihnen entgangen, dass wir natürlich auch umfangreiche Verhaltensbeobachtungen durchgeführt haben, die die Ergebnisse der Elterneinschätzung stützen. 3. Es ist eine bekannte, aber wenig hilfreiche Strategie von Kritikern, das Thema zu wechseln, wenn die Wissens- und Kompetenzbasis schmal und dünn wird. Deswegen sind wir nun in unserem kleinen Disput auch bei der Anerkennung der Delfintherapie durch die GKV gelandet. Dies ist wiederun ein eigenes und sehr komplexes Thema, das mit der Qualität einer einzigen Studie überhaupt nichts zu tun hat. Im übrigen kann ich Ihnen aus einem entsprechenden Gespräch mit den Spitzenvertretern der Krankenkassen im Gesundheitsministerium berichten, bei dem ich als Experte geladen war, dass diese von unserer Studie beeindruckt waren, aber natürlich eine Vielzahl solcher Studien mit replizierten Ergebnissen gefordert haben, um über eine Anerkennung überhaupt reden zu können, so wie das bei einer solchen Anereknnung einfach üblich ist. (siehe Anerkennung psychotherapeutischer Verfahren). Diese Diskussion findet auf einer ganz anderen Ebene und unter ganz anderen Vorzeichen statt als die Frage nach der Wissenschaftlichkeit unserer Studie. Also machen Sie sich keine unnötigen Gedanken, diese unsinnige Frage diskutiert außer Ihnen zur Zeit und auch in nächster und weiterer Zukunft niemand in Deutschland ernsthaft.

Kommentar: Haha wie lustig, man versucht aus allem Geld zu machen, und es ist Fakt dass Delfintherapien auf Kosten der nicht Artgerecht gehaltenen Tieren stattfinden. Es ist so wenn man mit seiner Hand in ein Bärengehege greift, wenn es zweimal gut geht ist ja alles prima, beim dritten mal empfehle ich allerdings eine Prothese ;) Und sowas lassen sich "die schlauen Köpfe" einfallen. Es gibt Dinge von denen man lieber die Finger lassen sollte!! Lg Alex

Kommentar: Sehr geehrter Herr Prof.Dr. Breitenbach, abschließend zum Thema: Das Ziel von WDSF und ProWal, mit denen ich bekanntlich kooperiere, ist die Schließung aller Delfinarien in der Türkei, vorrangig jedoch die Schließung der restlichen beiden Delfinarien in Deutschland, Duisburg und Nürnberg.Der Allwetterzoo Münster schließt Ende 2012. Danach wird sich die DAT, jedenfalls in Deutschland, erledigt haben.Und ob die Kostenträger darüber traurig sein werden,ist eine andere Frage. Ich danke Ihnen für die kleine Diskussion hier in diesem Rahmen.

Kommentar: Lieber Norbert, K. schön, dass Sie am Ende die Maske fallen lassen und ihre wahren Motive offenbaren. Es geht Ihnen weder um die Qualität unserer Forschung, noch um die Delfintherapie, noch um die Bedürfnisse schwerbehinderter Kinder und die Ängst, Nöte und Sorgen der Familien dieser Kinder, sondern ganz alleine um die Schließung der Delfinarien, warum auch immer. Was oder wer Ihnen dabei in den Weg kommt, im Weg steht oder stört wird bedenkenlos nieder gemacht und jedes Mittel erscheint dabei recht. Dazu fällt mir nun tatsächlich auch nichts mehr ein.

Kommentar: Der Herr Bingen ist ja ein ganz Schlauer.......... dass eine Delphintherapie seelische und moralische Hilfe leistet und es nicht nur um Geld geht, kann man hier denke ich erkennen: www.leonie-tamina-meyer.net. Schönen Gruss. Man muss solche Kommentare wie die von diesem Herrn nicht ernst nehmen !!!! Ansonsten wäre ich für einen Tipp über eine wissentschafliche und fundierte Therapieform dankbar, aber da denke ich wird es dran hapern, denn die kann dieser nette Mensch sicher nicht nennen.

Kommentar: Sehr geehrte Damen und Herren, wissen Sie was mich die wissenschaftlichen Forschungen eigentlich interessieren ? Mich interessiert lediglich mein Kind, das nach jeder Delphinunterstützten Therapie Fortschritte gemacht hat wie lange nicht mehr. Sätze wie Eltern die am letzten Strohhalm ziehen ... ich kann es nicht mehr hören. Sämtliche Therapeuten unseres Kindes, sei es Physio, Ergo, Logopäde haben die enormen Fortschritte gesehen, und sie sind nicht zu übersehen. Norbert K. selbst Logopäde wie er uns hier wissen lies wird das natürlich anders sehen, was mir natürlich klar ist. Unser Sohn hat hat geistig und motorisch Fortschritte gemacht, ich könnte Seitenweise schreiben, und nicht nur ich als Mutter , sondern auch Nachbarn und Bekannte denen wir unsere Therapieerfolge nicht sofort erzählt haben, ALLE samt selbes an unserem Kind festgestellt. IHR "SCHREIBER" HABT ALLE KEIN BEHINDERTES KIND, seit dankbar dafür und verurteilt keine Eltern die ihren Kindern nur versuchen ihren Lebensweg zu erleichtern. Auch wir gehen zur Hippotherapie , ja und auch wir haben Erfolge. Aber was ist wenn mein Kind vom Pferd fällt, oder der Therapiehund krank ist, denn auch dieser Hund wird sehr nah an meinem Kind sein und ich denke auf Gesichthöhe hächeln ... bitte denkt auch einmal daran wenn ihr solch schlauen Vorschläge macht. Wir wurden sehr wohl darauf hingewiesen das Delphine Wildtiere sind, ebenso wurden wir beim Reiten hingewiesen, das ein Pferd eben ein Tier ist das sich erschrecken kann und ein Kind in diesen Momenten abwerfen ... bitte ein Risiko ist wirklich überall dabei. Wenn mein Kind den Hund dermassen am Fell zieht und das würde er tun, wer gibt mir als Mutter die Garantie dass der Hund nicht zubeisst ? Ich finde es schlimm, dass hier nur die eine Seite so hervorgehoben wird und wir Eltern schier als Verbrecher abgestempelt werden weil wir eine Delphintherapie machen. Unsere Therapie fand im Meer statt, die Tiere sind bestens versorgt und es geht ihnen gut. Und jetzt setze ich dem ganzen noch eins auf : WER VON DEN GEGNERN HAT EIN HAUSTIER ZUHAUSE ? DÜRFEN IHRE KINDER ALLE KEIN HAUSTIER HABEN ?... aber das ist wahrscheinlich alles etwas ganz anders. So, das musste jetzt raus, ich bin stolz auf unser Kind was es jedes mal erreicht und schafft, wie hart es kämpft um jeden noch so kleinen Schritt auf ein normaleres Leben. Und ich wünsche allen die hier so grossartig schreiben und noch keine Kinder haben , dass ihr Kind gesund zur Welt kommt und sie sich nie diese Gedanken und Sorgen machen müssen, wie wir Eltern es es Tag für Tag machen müssen.

Kommentar: Nachtrag zu unserer kleinen Diskussion vom Januar 2011. Schauen Sie sich bitte dieses Video an, das am 19.09.2011 bei ARTE gesendet wurde: http://videos.arte.tv/de/videos/x_enius-4143328.html Interessant ist, dass Herr Prof. Breitenbach die hohe Infektionsgefahr für Delfine durch menschlichen Kontakt bestätigt, dies aber wohlwissend in Kauf nimmt. So viel zum Thema "Tierschutz" und Achtung vor dem Tier.

Kommentar: Ich habe in meinem eigenen Bekanntenkreis eine Mutter, die gerade mit ihren beiden leicht behinderten Kindern (beide sind 2 überlebende Frühchen einer Vierlingsgeburt)zur Delfin-Therapie nach Spanien gereist ist. Der Junge wurde mit einem Hydrozephalus geboren und ist auf einem Ohr schwerhörig, das Mädchen hat einseitig spastische Lähmungen an Hand und Fuß und ist etwas eingeschränkt in der Lernfähigkeit. Sonst haben die Kinder keine schweren Einschränkungen. Der Junge ist ein ausgesprochen aufgeweckter kleiner Kerl! Vier Jahre wurde auf diese Delfin-Therapie gewartet. Wer einer Mutter einredet, dass diese Behinderungen nur im geringsten verschwunden sein könnten nach so einer Therapie ist ein Scharlatan!

Kommentar: Sehr geehrte Frau Schiller, Ich garantiere Ihnen, dass kein Delphinariumbetreiber der Mutter erzählt hat, dass die Kinder geheilt und gesund aus der Delphintherapie zurück kommen. Ein Kind, das täglich 2 Stunden therapiert wird hat Erfolge, das kann ich von unserer Seite her mehr als bestätigen. Allerdings beantwortet hier keiner meine Frage bezüglich der in Deutschland angebotenen Therapien, wieso eigentlich nicht ? Was ist wenn mein Kind vom Pferd fällt ? Was ist, wenn mein Kind ein Hund beisst bei seiner Therapie? Oder ist das dann etwas anderes ? Aqua Dog Therapie ... Hunde sind mit dem Kind im Wasser, müssen Schwimmwesten tragen, natürlich, das gefällt sicherlich jedem Hund, da bin ich mir ganz sicher ... und wie sieht es hier mit Infektionen aus ? Ein Hund zählt sicher nicht zu den reinlichsten Tieren oder irre ich ? Aber egal, dieses Wasser darf mein Kind ja trinken, ist ja nur ein Hund ??? !!!! ich kapier es nicht tut mir leid. Diese Dinge werden mal wieder schnell zur Seite gerückt und mit irgendwelchen TV Ausschnitten übergangen. Wer von den Schreibern hier hat denn ein Haustier ? Keiner ? Ich nehme an kein Hund braucht eine Leine, nein er darf überall frei laufen und sich als Hund fühlen, muss keine Pfote geben, darf bellen wie es ihm danach ist, kann tun und lassen wie es ihm gefällt, wieso denn auch nicht, wir halten unsere Tiere doch alle so ARTGERECHT !!! Meine Güte dieses Wort verfolgt einen langsam. Hasen, Meerschweinchen, Hamster, Vögel, alle diese Tiere dürfen sich sicherlich in Ihren Wohnungen frei bewegen, ODER ????? Ich hoffe doch bitte nicht in kleinen Käfigen ?????? Nicht wirklich oder ? Zirkus, Tierpark ... ich kann mir nicht vorstellen das auch nur jemand von IHNEN allen es sich erlauben würde, so etwas zu Unterstützen in dem sie diese besuchen ODER ? Auf keinen Fall denn diese Wildtiere können wir uns doch nicht ansehen wie sie in kleinen Gehägen gehalten werden und Zirkustiere, wie sie dressiert wurden um uns Menschen zu erheitern oder ? Und selbstverständlich sind alle keine Fleischesser ... aber nein... sicher keiner der hier schreibt !Und wenn, nur vom glücklichen Schwein das täglich seinen Auslauf hat auf einer Wiese, in welcher Scheinwelt leben wir denn eigentlich ? Jeder sollte erst einmal vor seiner eigenen Haustüre kehren, aber genau da macht jeder erst einmal die Augen lieber schnell zu. Dann streicheln sie alle einmal ihr Tier zuhause und fragen sich, wie artgerecht sie Ihren Liebling so halten und füttern ihn mit von Ihnen SELBSTGEKAUFTEN Futter, oder war ihr Tier auf Jagd und konnte seinen natürlichen Jagdtrieb nachgehen ? Denken sie doch darüber bitte auch einmal nach.

Kommentar: Sehr geehrte Damen und Herren, ich finde überaus befremdlich, dass auf die absolut nachvollziehbaren Äußerungen der Mutter gar nicht erst eingegangen wird. Jedem, der ein behindertes Kind hat ist klar, dass durch keine Therapie der Welt die Behinderung "geheilt" wird. Weder durch tiergestützte therapie noch durch Logo, Physio etc. durch Tiere kann man aber emotionen bei den Kindern wecken, die motivieren, weitere Ressourcen zu aktivieren. Und offensichtlich gelingt das bei Delfinen überaus gut. Wer hilft hat recht. Sie wollen also Delfinarien schließen? Tier geht vor Mensch? Was kommt als nächstes? Wieder die Tierschutzdebatte gegen Tierversuche jeder Art, ohne die es kaum mehr medizinischen Fortschritt gibt? Ohne diesen Fortschritt wären unsere behinderten Kindern verloren. Was für ein seltsames Weltbild!